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2006 - 2007

 
| Um und Ausbau | REHA Werkstatt |

 

Wichtige Informationen zur Minenopferhilfe

Die Struktur

Im Januar 1996 erfolgt die Gründung des Vereins MgM (Menschen gegen Minen e. V.) in der Stadt Krefeld, die auch Sitz der Geschäftsstelle ist. Zu den Gründungsmitgliedern gehören Christoph Brocks, Hendrik Ehlers und Hans-Georg Krüssen. Letztere sind heute verantwortliche Vorstände der Organisation, Christoph Brocks ist Vorsitzender des ehrenamtlichen MgM-Kuratoriums. Diese Stiftung MgM hat es sich zur Aufgabe gemacht, in ehemaligen Kriegsgebieten Minenräumprojekte durchzuführen und die Infrastruktur in den nachstehend benannten Ländern wieder aufzubauen. Ihr gegenwärtiges Einsatzgebiet ist das südliche Afrika, hier vor allem die Länder Angola, Namibia, Mosambik, in denen die Organisation auch Länderbüros unterhält. Weitere Länderbüros befinden sich in den USA, den Niederlanden und in der Schweiz. Aus diesen Länden fließen neben Deutschland die meisten Regierungszuschüsse für die einzelnen Projekte. Weitere Unterstützung erhält die Organisation von der Stadt Krefeld, karitativen Einrichtungen wie zum Beispiel der Johanniter Unfallhilfe, sowie durch Fördermitglieder und Privatspenden.

Mine HILFE FÜR MINENOPFER

Minen töten Menschen, Minen zerstören die Infrastruktur eines Landes, Minen verursachen landwirtschaftliche Schäden und verschärfen das Flüchtlingsproblem, auch noch viele Jahre nach dem Ende eines Krieges. Für die Beseitigung der Minen und für eine angemessene Versorgung und Betreuung der Minenopfer mangelt es in den meisten Ländern an Geld, technischen Voraussetzungen, Fachpersonal und medizinischen Einrichtungen. Um diesem Elend entgegenzutreten, haben sich in den vergangenen Jahren zwei Formen konkreter Hilfe entwickelt: Die Räumung von verminten Gebieten und die medizinische Versorgung der Minenopfer.

Das Problem

Durch verminte Straßen, Brücken, Landebahnen und Eisenbahntrassen wurde der Verkehr ganzer Regionen zum Erliegen gebracht. Die Energieversorgung war durch Verminung von Kraftwerken erheblich beeinträchtigt und verzögert den Wiederaufbau eines Landes nach einem Krieg empfindlich. Nicht geräumte Minen verhindern die Rückkehr von Kriegsflüchtlingen in ihre Heimatregion. Durch die Verminung von landwirtschaftlichen Nutz- und Weideflächen ist die Nahrungsmittelproduktion erheblich gestört: Felder können nicht bewirtschaftet werden, Vieh wird getötet, die Suche nach Wasser und Brennstoffen ist für die Menschen lebensgefährlich. Im "Vertrag von Ottawa" aus dem Jahr 1999 verpflichteten sich die Vertragsunterzeichner dazu, verseuchte Flächen auf ihren Territorien innerhalb von zehn Jahren nach Inkrafttreten des Vertrags zu ermitteln, zu kennzeichnen und von Minen zu säubern.
Ziel ist es, bis zum Jahre 2010 dem weltweiten Minenproblem ein Ende zu bereiten. Ein ehrgeiziges Ziel, das seinen Preis hat. 33 Milliarden Dollar, so schätzt die UNO, wird die Räumung der aktuell verlegten, gut 110 Millionen Minen kosten.

Die medizinische Versorgung der Opfer

Vorsichtige Schätzungen gehen davon aus, dass es alle 20 Minuten ein neues Minenopfer auf der Welt gibt. Im Falle des Überlebens brauchen diese Menschen sofort medizinische Versorgung und Betreuung. In vielen Fällen müssen Minenopfer ihr ganzes Leben lang betreut werden. Die meisten Hilfsorganisationen arbeiten unmittelbar vor Ort und leisten dort Primärhilfe. Um das gewährleisten zu können, sind sie angewiesen sowohl auf Geld- als auch auf Sachspenden wie medizinisches Verbrauchsmaterial und Ausrüstungen von Operationsräumen sowie Krankenhausbetten, Gehhilfen, Rollstühle und vieles mehr. Dadurch wird eine medizinische Erstversorgung gewährleistet. Etwa zwei Drittel aller Minenopfer benötigen orthopädische Prothesen. Deshalb werden langfristig Rehabilitationszentren mit Werkstätten gebraucht, die Prothesen herstellen und mit den Patienten den Umgang mit diesen Hilfen trainieren. In vielen Fällen und aus Kostengründen werden solche Orthopädiegeräte und Prothesen aus regional verfügbarem Material wie Leder, Holz, Plastik, Bambus oder Metall hergestellt. Falls es technisch erforderlich und wirtschaftlich möglich ist, werden aber auch moderne Techniken und Materialien eingesetzt.
Hier will sich das Projekt "MIOH -Rüwi" (Minenopferhilfe Rückenwind) des Rückenwind e.V. Bernburg unterstützend einbringen.
Es werden aussortiert REHA - Hilfsmittel, wie z.B. ausrangierte Rollstühle und Gehhilfen, so aufgearbeitet, dass sie ihre eigentliche Funktion wiedererlangen und als Sachspende in die betroffenen Minenregionen versandt werden können.